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70/71 – ein Krieg als Epochenwende.

Der Krieg von 1870/71 kann in mehrfacher Hinsicht als Zäsur betrachtet werden. In kriegsgeschichtlicher Hinsicht hat er beispielsweise neue Formen der Kriegsführung bzw. – taktik hervorgebracht, nicht zuletzt durch den Einsatz neuer Waffen und Transportmittel (insb. Eisenbahn). Dadurch hat er Veränderungen von Einstellungen bewegt. Aber auch sein

Ausgang hat zu Veränderungen im Denken geführt, wie an einem schlichten Beispiel deutlich gemacht werden kann. Von diesem ausgehend kann die Zäsur in der deutschen  Historiographie weitergeführt werden, die sich auf der Zielgerade zur Nationsbildung wähnte und nach 1871 an Gewissheit gewann. Nur knapp kann abschließend ein Vergleich mit der Geschichtsschreibung in Frankreich und England unternommen werden, bei dem ggf. auch die Entwicklung bis heute betrachtet werden kann.